Du liebst Ordnung, Recherche und den Umgang mit Information? Du interessierst dich für Bibliotheken, Archive oder Dokumentationszentren? Dann könnte die Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI) genau dein Weg sein. Dieser Beruf ist weniger bekannt als andere, aber absolut zukunftssicher: In einer Welt voller Information brauchst du Experten, die sie katalogisieren, erschließen und zugänglich machen. FaMIs sind die unsichtbaren Helden hinter Bibliothekskatalogen, Archiven und digitalen Wissensbasen.
Was macht ein Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste?
Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste arbeiten hauptsächlich in vier Fachrichtungen: Bibliotheken, Archive, Dokumentation und Informationsvermittlung. Deine Aufgaben variieren je nach Einsatzbereich:
In Bibliotheken:
- Bestand verwalten: Neuzugänge katalogisieren, Metadaten eingeben, Barcode-Etiketten anbringen
- Ausleihbetrieb: Bücher, eBooks, Medien buchen und zurückbuchen, Mahnwesen, Nutzerdaten verwalten
- Auskunftsdienste: Nutzer beraten, Recherche-Anfragen bearbeiten, Literaturempfehlungen geben
- Bestandspflege: Beschädigte Medien reparieren, Wegweiser aktualisieren, Bestände prüfen
- Veranstaltungen: Lesungen, Buchclubs, Schulungen organisieren und durchführen
In Archiven:
- Erschließung: Historische Dokumente, Fotos, Handschriften systematisch katalogisieren
- Digitalisierung: Alte Bestände einscannen, metadaten erfassen, digitale Archive aufbauen
- Restauration: Fragile Dokumente konservieren, lagern, Restauratoren unterstützen
- Recherche-Service: Genealogische Anfragen bearbeiten, historische Forschung unterstützen
- Benutzerverwaltung: Lesesaal-Termine vergeben, Zugang zu Originalstücken steuern
In Dokumentationszentren:
- Datenbank-Verwaltung: Fachspezifische Datenbanken (z.B. Rechtsurteile, Patente, medizinische Fachinformation) pflegen
- Content Curation: Neue Fachinformation evaluieren, einordnen, verlinken
- API und Integrationen: Dokumentations-Systeme mit anderen Tools verbinden (CMS, KMS, ERP)
- Knowledge Management: Interne Wissensdatenbanken aufbauen (z.B. in Unternehmen oder Universitäten)
In Informationsvermittlung:
- Telefonische/E-Mail-Auskunft: Umfangreiche Recherche-Anfragen bearbeiten
- Recherche-Spezialist: Tiefe, spezialisierte Rechercheaufträge übernehmen
- Informationskompetenz: Schulungen für Nutzer durchführen
Alle Fachrichtungen verbindet das Kernthema: Information strukturieren, erschließen, verwalten und zugänglich machen.
Ein typischer Arbeitstag
Szenario: Mitarbeit in einer Universitätsbibliothek (Fachrichtung Bibliotheken)
8:00 Uhr – Du kommst ins Büro des Bestandsmanagements. Auf deinem Schreibtisch: Listen von Neuzugängen (~30 Bücher), die katalogisiert werden müssen.
8:15 Uhr – Eingangserfassung: Du erfasst jedes neue Buch im Bibliothekssystem (z.B. Koha oder Aleph), notierst ISBN, Autor, Titel, Verlag, Signatur. Jede Eingangsbestätigung wird auch in der Erwerbsdatenbank aktualisiert.
9:30 Uhr – Klassifikation und Sacherschließung: Du ordnest die Bücher nach Dewey-Dezimal-Klassifikation (DDC) oder nach fachspezifischem System. Für ein Buch über "Quantenmechanik für Anfänger" vergibst du die Signatur "530.12" und fügt Schlagwörter hinzu (Tags wie "Physik", "Quantenmechanik", "Lehrbuch").
10:30 Uhr – Barcode und physische Vorbereitung: Du klebst Barcodes an Buchrücken und Innenseite, befestigst RFID-Tags (für automatische Selbstverbuchung), schneidest Etiketten mit Rubriken zu.
11:00 Uhr – Fehlerhafte Rückgaben: Ein Nutzer hat ein Buch zurückgegeben, dass beschädigt ist (zerrissene Seite). Du dokumentierst den Schaden, informierst die Konservierungsstelle und hältst das Buch aus dem Verkehr.
12:00 Uhr – Mittagspause
13:00 Uhr – Auskunftsdienst: Du wechselst an den Serviceschalter (2 Stunden pro Tag). Eine Studentin fragt nach Fachliteratur zu "Nachhaltigkeit in der Lieferkette". Du führst Recherche in mehreren Katalogen durch (lokaler Katalog, WorldCat, Google Scholar) und stellst eine Literaturliste zusammen.
14:00 Uhr – Bestands-Audit: Kontrolle von Regalabschnitten. Mit mobilen Scanning-Geräten überprüfst du, ob alle Bücher noch da sind, richtig eingeordnet und nicht beschädigt.
15:00 Uhr – Administrative Aufgaben: Du aktualisierst die Webseite mit den neuen Erwerbungen, formatierst Listen für monatliche Reports, koordinierst mit dem Benutzerdienst auf Mahnungen für überfällige Medien.
16:00 Uhr – Datenbank-Wartung: Du führst monatliche Backups durch, löschst gelöschte Nutzer aus dem System, prüfst auf Datenintegrität.
17:00 Uhr – Feierabend.
Zusatzszenario (1x pro Woche): Dein Team führt ein Schulungsprogramm "How to Research Effectively" für Erstsemester durch. Du konzipierst Mini-Tutorials, demonstrierst Online-Datenbanken und zeigst Such-Tricks.
Voraussetzungen
Für die Ausbildung zum FaMI brauchst du:
Schulische Anforderung:
- Mittlere Reife oder Fachabitur wünschenswert (Hauptschulabschluss reicht, aber wird von guten Betrieben bevorzugt)
- Gute Noten in Deutsch (Verständnis von Texten, Verfassen von Dokumentationen)
- Solide Englischkenntnisse (viele Katalogisierungs-Standards und Fachinformation sind auf Englisch)
Persönliche Anforderungen:
- Liebe zur Ordnung: Du musst Struktur schaffen und Chaos tolerieren können (Archive sind teils chaotisch)
- Recherche-Neugier: Du fragst dich automatisch "Wo finde ich das?" und "Wie kann ich das strukturieren?"
- Genauigkeit: Datenqualität ist alles – ein falscher Eintrag verschleiert tausenden Nutzer ein Buch
- Kundenorientierung: Du möchtest Menschen helfen, Information zu finden
- IT-Affinität: Du arbeitest täglich mit Datenbanken, Kataloglösungen, Office-Tools
- Geduld: Manche Recherchen dauern lang, manche Nutzer sind anspruchsvoll
- Übersetzer-Denken: Du findest zwischen verschiedenen Wissensdomänen Verbindungen
Weitere Anforderungen:
- Polizeiliches Führungszeugnis (ohne Eintrag) – vor allem für Archive mit sensiblen Dokumenten
- Deutschkenntnisse auf mindestens B1/B2 Niveau
Ablauf der Ausbildung
Die Ausbildung zum FaMI dauert 3 Jahre im dualen System (Betrieb + Berufsschule). Die meisten Ausbildungsbetriebe wählen eine Fachrichtung: Bibliotheken, Archive, Dokumentation oder Informationsvermittlung. Berufsschulen unterrichten oft alle Fachrichtungen gemeinsam, mit Spezialmodulen je nach Schwerpunkt.
1. Ausbildungsjahr:
- Grundlagen aller Fachrichtungen: Was sind Bibliotheken, Archive, Dokumentationszentren?
- Ausbildungsfachrichtung vertiefen
- Katalogisierungs-Grundlagen (RDA, Normdaten)
- IT-Grundlagen (Datenbanken, Suchmaschinen, Metadaten)
- Berufsschule: 2 Tage pro Woche
2. Ausbildungsjahr:
- Vertiefte Katalogisierung nach Standard (z.B. RDA, MARC21 für Bibliotheken)
- Spezialisierung: Benutzerverwaltung (Bibliotheken), Digitalisierung (Archive), Datenbank-Verwaltung (Dokumentation)
- Recherche-Techniken und Informationskompetenz
- Erste eigenständige Projekte (z.B. eine Spezialsammlung katalogisieren)
- Berufsschule: 2 Tage pro Woche (teilweise 1-wöchige Blockphasen)
3. Ausbildungsjahr:
- Prüfungsvorbereitung
- Spezialisierte Aufgaben in der Fachrichtung
- Projektarbeit (z.B. "Digitalisierung einer alten Sammlung" oder "Neuen Online-Service integrieren")
- Berufsschule: 1 Tag pro Woche
Prüfungen:
- Zwischenprüfung (nach ~18 Monaten): Praktische Katalogisierungsaufgabe, schriftliche Prüfung (Grundlagen)
- Abschlussprüfung (Ende Jahr 3): Praktische Prüfung (z.B. ein fremdes Buch katalogisieren), schriftliche Klausuren (Fachrichtungs-spezifisch), mündliche Prüfung
Gehalt
Während der Ausbildung:
- 1. Jahr: ca. 1.000–1.100 Euro brutto/Monat
- 2. Jahr: ca. 1.100–1.200 Euro brutto/Monat
- 3. Jahr: ca. 1.200–1.300 Euro brutto/Monat
(Im öffentlichen Dienst, z.B. bei Stadtverwaltungen und Universitäten; private Betriebe zahlen oft weniger.)
Nach der Ausbildung:
- Einstiegsgehalt (Bibliothekar/Archivar): ca. 2.200–2.600 Euro brutto/Monat (TVöD, öffentlicher Dienst)
- Mit Erfahrung (5+ Jahre): ca. 2.800–3.400 Euro brutto/Monat
- In privaten Unternehmen: oft 10–20% weniger
- Regionale Unterschiede: Westdeutschland zahlt ~10% mehr als Ostdeutschland
Zusätze im öffentlichen Dienst:
- Sichere Rente, Pensionsanwartschaft
- Zusatzversicherung (BVG, Altersvorsorge)
- 30 Tage Urlaub (Standard im öffentlichen Dienst)
- Weihnachtsgeld / Jahresbonus (oft)
Karrierechancen & Weiterbildung
Nach der Ausbildung hast du mehrere Wege:
Bibliotheks-Karriere:
- Bibliothekar (Bachelor): 3–4 Jahre Vollzeitstudium (Bibliotheks- und Informationswissenschaften). Du wechselst von Fachkraft zu Fachführungskraft.
- Master Bibliothekarische Dienste: 2 Jahre Spezialisierung (z.B. auf digitale Archive, Knowledge Management)
- Spezialisierungen: Fachreferent für ein Fachgebiet, Systemadministrator (für Katalogverwaltung)
Archiv-Karriere:
- Archivar (Bachelor): Studium für höherer Archivdienst (3–4 Jahre)
- Restaurator-Weiterbildung: Spezialwissen für historische Dokumente
- Digitalisierungs-Spezialist: Hohe Nachfrage in Archiven (OCR, Metadaten-Automatisierung)
Dokumentation-Karriere:
- Knowledge Manager: Aufbau von Wissensmanagementsystemen in Unternehmen
- Datenbank-Administrator: Tiefere technische Skills, oft besser bezahlt
- Information Architekt: Gestalte die Struktur von Informationssystemen
Selbstständigkeit:
- Unabhängige Rechercheur: Freiberuflich für Verlage, Anwaltskanzleien, Unternehmen recherchieren
- Digitalisierungs-Dienstleister: Archiv-Digitalisierung für Kommunen, Privatpersonen
- Informationsbroker: Recherche-Service für Nischenmärkte
Vorteile und Herausforderungen
Vorteile:
- Jobsicherheit: Öffentliche Bibliotheken, Archive und Universitäten sind krisenfest
- Guter Work-Life-Balance: In der Regel 8-Stunden-Tage, regelmäßige Arbeitszeiten
- Keine körperliche Belastung: Im Büro oder in klimatisierter Bibliothek, sitzende Tätigkeit
- Sinnvolle Arbeit: Du machst Information zugänglich, unterstützt Forschung und Bildung
- Lebenslang lernen: Ständig neue Tools, Standards, Architektur-Trends
- Internationale Perspektive: Archive und Bibliotheken kooperieren international
- Kleine Community: Du kennst Kollegen aus anderen Einrichtungen, gutes Netzwerk
- Kein Burnout-Job: Im Gegensatz zu Krankenpflege oder IT ist es ausgeglichen
Herausforderungen:
- Niedrige Gehälter: Im Vergleich zu IT ist FaMI unterbezahlt für die Fachkompetenz erforderlich
- Begrenzte Aufstiegschancen ohne Studium: Als Fachangestellter ohne Bachelor top nur bis Gruppe 5 TVöD
- Digitalisierungsdruck: Archive und Bibliotheken müssen schnell digitaler werden – Lernkurve ist groß
- Öffentliche Gelder schrumpfen: Manche Einrichtungen sparen, Stellen werden abgebaut
- Kleinere Abteilungen: Oft nur 2–4 Personen, wenig Austausch, wenig Spezialisierung möglich
- Mono-Struktur: Viele Positionen erfordern Quereinstieg, nicht klar, wie du vorankommst
- Zeitaufwendige Katalogisierung: Vor allem am Anfang routine und zeitraubend
- Routinen-lastigkeit: Wenn du keine Spezialisierung anstrebst, kann es langweilig werden
Zukunftsaussichten
Die Branche ist im Wandel – mit interessanten Chancen:
Positive Faktoren:
- Digitalisierungswelle: Massive öffentliche Förderung für Digitalisierung von Archiven und Bibliotheken (Millionen Euro pro Jahr)
- Open Access + Open Data: Mehr Informationen werden frei verfügbar – FaMIs helfen, diese strukturiert zu machen
- Digitale Transformation in Unternehmen: Knowledge Management und Dokumentation werden wichtiger – Jobs in der Wirtschaft entstehen
- KI-gestützte Katalogisierung: Automatisierung der einfachen Routinen; anspruchsvollere Tätigkeiten entstehen dafür
- Generationenwechsel: Viele FaMIs gehen in Rente, junge sind gesucht (wenn Stellen geschaffen werden)
Risiken:
- Automatisierung: KI kann Katalogisierung bald automatisch machen – einfache Positionen sind gefährdet
- Sparmaßnahmen: Öffentliche Haushalte sind angespannt, neue Stellen werden nicht geschaffen
- Dezentralisierung: Kleine Archive und Spezialbibliotheken werden geschlossen (Einsparungen), Zentralisierung erfolgt
- Fachkräftemangel in Nischen: Große städtische Bibliotheken boomen, kleine Dorf-Archive schrumpfen
Fazit: Für 10–15 Jahre: stabiler, aber nicht wachstumsstarker Beruf. Wer sich spezialisiert (Digitalisierung, Archiv-IT, Knowledge Management) hat bessere Chancen als Generalisten.
Häufige Fragen
F: Ist die Ausbildung eher für Frauen oder Männer? A: In den Fachabteilungen sind deutlich mehr Frauen (~70%), besonders in Bibliotheken. In IT-Abteilungen (Katalogverwaltung) sind mehr Männer. Der Beruf selbst ist genderunabhängig, aber kulturtypisch weiblich geprägt.
F: Kann ich auch in Unternehmen arbeiten? A: Ja! Immer mehr Firmen (Rechtsanwaltskanzleien, Pharma-Unternehmen, Verlage) brauchen Knowledge Manager und Dokumentationstechniker. Oft bessere Bezahlung als im öffentlichen Dienst.
F: Wie wichtig ist Englisch? A: Sehr wichtig. Viele Katalogisierungs-Standards (RDA, MARC, Dublin Core) sind auf Englisch. Internationale Zusammenarbeit ist normal. B1/B2 solltest du mitbringen.
F: Muss ich immer nach Schema F katalogisieren? A: Zu 80% ja. Aber du wirst mit der Zeit Freiräume nutzen, um Prozesse zu optimieren. Mit Meistermentalität kannst du eigene Best Practices einführen.
F: Was passiert mit meinem Job durch ChatGPT und KI? A: Kurzfristig (nächste 5 Jahre): wenig. KI wird deine Routine-Arbeit unterstützen (Auto-Katalogisierung), aber nicht ersetzen. Langfristig: unklar. Wer sich spezialisiert und Mehrwert bietet (z.B. komplexe Digitalisierungsprojekte), ist sicherer.
F: Kann ich nach der Ausbildung sofort studieren? A: Mit Fachabi oder Realschulabschluss + Berufsausbildung kannst du Fachhochschule studieren (z.B. Information Sciences, Bibliothekswissenschaften, Digital Humanities). Volluniversität braucht Abitur. Viele FaMIs studieren später berufsbegleitend oder Vollzeit — der Einstieg ist einfach mit dem Gesellenbrief.
F: Wie sicher ist der Job langfristig? A: Sehr sicher. Öffentliche Bibliotheken und Archive sind tarifgeschützt. Sie werden nicht geschlossen (zu wichtig für Gesellschaft). Mit Digitalisierungs-Spezialisierung steigt deine Sicherheit — Digitalisierungsprojekte wachsen enorm. Einkommen ist stabil, wenn auch nicht üppig.
F: Wie sind die Arbeitszeiten? A: Typisch öffentlicher Dienst: 38,5–40h/Woche, Mo–Fr (manchmal Sa-Öffnungszeiten). Keine Schichtarbeit. Wenige Überstunden. Vereinbarkeit mit Familie ist gut. Ferien und Krankheitstage sind großzügig.
F: Kann ich ins Archiv oder zur Digitalisierung spezialisieren? A: Ja! Archiv-Spezialisierung: Du wirst zum Expert für alte Dokumente, Erhaltung, Erschließung. Digitalisierungs-Spezialist: Du berätst bei Großprojekten (Scanning 1 Million Bücher, Metadaten-Qualität). Beide Wege zahlen sich aus.
F: Unterscheiden sich die Chancen zwischen Bibliothek, Archiv und Dokumentation? A: Ja. Bibliotheken: mehr Jobs, stabiler, etwas niedriges Gehalt. Archive: weniger Jobs, sehr sicher, ähnliches Gehalt. Unternehmens-Dokumentation: besser bezahlt, aber weniger Arbeitsplätze, instabiler (abhängig von Unternehmens-Gesundheit).
F: Brauche ich EDV-Kenntnisse? A: Ja, solide Kenntnisse. MS Office, Datenbanken (auch komplexere), manchmal spezialisierte Bibliotheks-Software. Keine Programmierung nötig, aber logisches Denken und Lernfähigkeit. During der Ausbildung lernst du alles — keine Vorkenntnisse nötig, aber Interesse an Computern sollte da sein.
F: Welche genauen Schulen bieten die Ausbildung an? A: Berufskollegs mit Medienschwerpunkt (je nach Bundesland). Baden-Württemberg, Hessen, NRW haben gute Angebote. Die Berufsschule ist oft geblockt (1–2 Wochen am Stück), nicht täglich. Informiere dich bei lokalen Handelskammern (IHK) oder Handwerkskammern (HWK), welche Schulen in deiner Region die Ausbildung anbieten.
F: Wie lang ist die Ausbildung exakt und welche Prüfungen gibt es? A: 3 Jahre Dual (Betrieb + Schule). Zwischenprüfung nach ca. 18 Monaten (praktisch + schriftlich). Abschlussprüfung am Ende: praktische Aufgaben (z.B. komplettes Katalogisierungs-Projekt) + schriftlich (Theorie). Mit guten Noten kannst du um ein halbes Jahr verkürzen.
Fazit
Die Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ist ein ruhiger, sinnvoller Beruf für alle, die Information lieben, gerne struktur schaffen und in Bibliotheken, Archiven oder Unternehmen arbeiten möchten. Das Gehalt ist nicht spektakulär, aber die Sicherheit ist hervorragend. Mit Spezialisierung (Digitalisierung, Knowledge Management, Archiv-IT) hast du echte Chancen im expandierenden Markt.
Wenn du geduldig bist, Details liebst und Digital Natives bei ihrer Recherche helfen möchtest, dann finde passende Ausbildungsplätze bei einer Bibliothek, einem Archiv oder Dokumentationszentrum in deiner Nähe!